Autor Thema: EM2012 in Polen/Ukraine  (Gelesen 8969 mal)

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EM2012 in Polen/Ukraine
« am: 18. April 2007, 19:00:58 »
Zitat
Italien und Kroatien/Ungarn haben das Nachsehen

Die Europameisterschaft 2012 findet in Polen und der Ukraine statt. Diese Entscheidung traf das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Mittwoch in Cardiff. Letztmals hatte vor 31 Jahren in Jugoslawien (1976, Europameister Tschechoslowakei im Finale gegen Deutschland) eine EM-Endrunde in einem osteuropäischen Land stattgefunden. Die Doppelbewerbung setzte sich gegen Italien sowie Kroatien/Ungarn durch.

Bereits im ersten Wahlgang war die Entscheidung durch die zwölf stimmberechtigten Exekutivkomitee-Mitglieder, darunter UEFA-Vize Gerhard Mayer-Vorfelder, zugunsten der beiden osteuropäischen Länder gefallen. Für Polen/Ukraine votierten acht Mitglieder, für Italien nur vier. Auf Kroatien/Ungarn entfiel hingegen keine Stimme. Ursprünglich hatten sich zehn nationale Verbände mit acht Bewerbungen um die Ausrichtung de EURO 2012 beworben. Im November 2005 waren die Türkei und Griechenland aus dem Rennen ausgeschieden. Die Bewerbungen von Aserbaidschan, Rumänien und Russland scheiterten schon vorher.

Trotz der organisatorischen Schwierigkeiten die eine Doppelbewerbung mit sich führt, gab es zuletzt viel Sympathie in der UEFA-Spitze, den Titelkampf nach Osteuropa zu vergeben. "Wenn wir zeigen wollen, dass wir ein europäischer Verband sind, müssen wir die EM auch einmal in den Osten geben", meinte der ehemalige Schatzmeister der UEFA Mathieu Sprenger.

Der Jubel bei den Polen war groß. Tausende haben am Mittwoch in Warschau und anderen Städten bei der Bekanntgabe der Ausrichterländer für die Fußball-Europameisterschaft 2012 mitgefiebert. Als UEFA-Präsident Michel Platini der Doppelbewerbung Polens und Ukraine den Zuschlag erteilte, brach Jubel aus. Fahnen in den weiß-roten Nationalfarben wurden geschwenkt, von Balkons regnete Konfetti, Cheerleader tanzten auf den Open Air-Bühnen, vor denen die Entscheidung in Cardiff live übertragen wurde.

Mit ausschlaggebend für Polen und die Ukraine dürfte die glanzvolle letzte Präsentation gewesen sein. Mit den Präsidenten Viktor Juschtschenko (Ukraine) und Lech Kaczynski (Polen), Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko oder den Fußball-Assen Andriy Shevchenko und Jerzy Dudek hatten sie das größte Star-Aufgebot nach Cardiff geschickt.
Austragungsorte

Da von einer Aufstockung der EM-Endrunde von 16 auf 24 Mannschaften zunächst wieder Abstand genommen wurde, stehen für die beiden Gastgeberländer keine zusätzlichen organisatorischen Herausforderungen an. Als Spielorte in der Ukraine sind Kiew (Olympiastadion/75.000), Dnjepropetrowsk (Neubau/35.000), Donezk (Neubau/50.000), Lwiw (Ukraina oder Neubau/40.000), Odessa (Tschernomorets/35.000), Charkow (Matallist/30.000). vorgesehen. In Polen dürfen sich ebenfalls sechs Städte über EM-Spiele freuen: Danzig (Neubau/44.000), Posen (Städtisches Stadion/46.500), Warschau (Neubau/70.000), Breslau (Olympiastadion/45.000), Chorzow (Slaski/60.000), Krakau (Wisla/33.000).

http://www.kicker.de/fussball/em/startseite/artikel/364398/
« Letzte Änderung: 29. November 2008, 12:57:08 von Mod1 »
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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #1 am: 19. April 2007, 00:10:08 »
angenehm müssen wir nich so weit fahren d:-)
scientia potestas est


hugoal23

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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #2 am: 19. April 2007, 12:45:24 »
Rate mal wie weit es von hier (Halle) bis Kiew ist?
Werder Bremen und der AC Milan ......

Diego10

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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #3 am: 19. April 2007, 13:39:03 »
350 meter !
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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #4 am: 19. April 2007, 14:17:15 »
Ich tippe mal...  so 1514km?  ;D

Dnjepropetrowsk: 1985km
Donezk: 2269km 

 :o :o
« Letzte Änderung: 19. April 2007, 14:27:54 von Mod1 »
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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #5 am: 19. April 2007, 15:08:58 »
Braucht man in der Ukraine eigentlich ein Visum?
Ich habe gehört, dass es in den Ländern nicht einmal ein vernünftiges Verkehrsnetz besteht.
Aber die Ukraine erreicht man sowieso nicht, weil das Auto schon in Polen geklaut wird.  :D
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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #6 am: 20. April 2007, 12:20:30 »
Braucht man in der Ukraine eigentlich ein Visum?
Ich habe gehört, dass es in den Ländern nicht einmal ein vernünftiges Verkehrsnetz besteht.
Aber die Ukraine erreicht man sowieso nicht, weil das Auto schon in Polen geklaut wird.   :D

Scheint so, als wärst du lange nciht mehr in Polen gewesen.
Visum brauchst keins. Allerdings dein Reisepass.
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Struchi82

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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #7 am: 20. April 2007, 12:29:58 »
Braucht man in der Ukraine eigentlich ein Visum?
Ich habe gehört, dass es in den Ländern nicht einmal ein vernünftiges Verkehrsnetz besteht.
Aber die Ukraine erreicht man sowieso nicht, weil das Auto schon in Polen geklaut wird.  :D

Scheint so, als wärst du lange nciht mehr in Polen gewesen.
Visum brauchst keins. Allerdings dein Reisepass.

Polen ist klar. Aber es ging um die ukraine.

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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #8 am: 24. April 2007, 23:03:42 »
Braucht man in der Ukraine eigentlich ein Visum?
Ich habe gehört, dass es in den Ländern nicht einmal ein vernünftiges Verkehrsnetz besteht.
Aber die Ukraine erreicht man sowieso nicht, weil das Auto schon in Polen geklaut wird.  :D

Scheint so, als wärst du lange nciht mehr in Polen gewesen.
Visum brauchst keins. Allerdings dein Reisepass.

Ich fahr im Sommer noch Rumänien/Ungarn/Bulgarien/Kroatien und ich brauch "nur" n Reisepass und eine Erlaubnis meiner Eltern in der Landessprache (kann mir da jmd. helfen :D):'(
Wenn man Minderjährig ist bräuchte man noch n STempel von irgendein Amt (Pfarrer ist auch ein Amt!!!!).
Polen ist klar. Aber es ging um die ukraine.
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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #9 am: 25. April 2007, 08:25:33 »
Ich fahr im Sommer noch Rumänien/Ungarn/Bulgarien/Kroatien

Vielleicht interessiert dich unser Reisebericht;)
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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #10 am: 25. April 2007, 15:49:08 »
Braucht man in der Ukraine eigentlich ein Visum?
Ich habe gehört, dass es in den Ländern nicht einmal ein vernünftiges Verkehrsnetz besteht.
Aber die Ukraine erreicht man sowieso nicht, weil das Auto schon in Polen geklaut wird.   :D

Scheint so, als wärst du lange nciht mehr in Polen gewesen.
Visum brauchst keins. Allerdings dein Reisepass.

Ich war in den letzten Jahren öfters, auch über längere Zeit, in Polen. Das Vorurteil über diebischen Polen kann man in 30-40 Jahren immer noch nennen. Aber sehr positiv finde ich in Polen die Freundlichkeit, zumindest bei der jüngeren Generation, gegenüber den Deutschen.
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H4rr!Z

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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #11 am: 26. April 2007, 08:56:02 »
Ich fahr im Sommer noch Rumänien/Ungarn/Bulgarien/Kroatien

Vielleicht interessiert dich unser Reisebericht;)
Danke!!!
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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #12 am: 25. September 2008, 20:39:05 »
Zitat
KÜNFTIG 24 EM-TEILNEHMER
UEFA stärkt kleine Verbände


Teilnehmerfeld aufgestockt: Ab dem Jahr 2016 sollen 24 Mannschaften an einer EM-Endrunde teilnehmen. Auch der Uefa-Cup bekommt einen neuen Namen. Ob die Europameisterschaften 2012 tatsächlich am geplanten Ort stattfinden, ist allerdings noch unklar.

Hamburg - An Fußball-Europameisterschaften werden vom Jahr 2016 an 24 Mannschaften teilnehmen, wo die EM 2012 stattfindet ist aber weiter ungewiss. Die Entscheidung über Polen und die Ukraine als Gastgeber für 2012 ist längst zu einem brisanten Politikum geworden und auch Franz Beckenbauer wollte vor der entscheidenden UEFA-Exekutivsitzung in Bordeaux diesbezüglich keine Prognose wagen.

Beckenbauer verriet aber nach dem ersten Sitzungstag immerhin, dass die Aufstockung um acht Teams für das übernächste Kontinentalturnier schon beschlossene Sache ist. "Es sprechen einige Gründe dafür. Und die EM wird durch die Erweiterung nicht an Qualität verlieren", sagte Beckenbauer.

Uefa-Präsident Michel Platini hatte bereits zuvor erklärt, er wolle auch kleineren Nationen die Chance geben, an einer EM-Endrunde teilzunehmen. Die EM würde ab 2016 damit um eine auf vier Wochen verlängert und um ein Achtelfinale im K.o.-System erweitert. Fast die Hälfte aller 53 UEFA-Mitglieder wird dann alle vier Jahre bei der EM-Endrunde dabei sein. Zur Qualifikation wird dann in der Regel schon ein dritter Platz in der Ausscheidungsgruppe reichen.

Die Uefa sucht derweil verzweifelt nach einer diplomatischen Lösung für das Jahr 2012 - auch um ihren eigenen Ruf nicht zu ramponieren. Ausgerechnet Polens Fußball-Präsident Michal Listkiewicz präsentierte kurz vor der Bordeaux-Tagung mit dem Vorschlag einer Verschiebung auf 2016 einen aus seinem Munde nicht erwarteten Lösungsansatz.

Doch die Lage ist komplizierter. Die Organisationsschwierigkeiten der Osteuropäer sind längst zu einem ernsthaften Problem für die mächtigsten Fußball-Funktionäre des Kontinents geworden. "Es ist völlig offen. Ich möchte da gar keine Prognose abgeben", sagte das deutsche Exekutivmitglied Gerhard Mayer-Vorfelder kurz vor Beginn der bis Freitagmittag angesetzten Tagung. Auch Fifa-Funktionär Beckenbauer, als Beobachter stets bei UEFA-Sitzungen anwesend, wollte sich nicht festlegen. "Man muss den Bericht abwarten", sagte er.

Egal wie die Entscheidung um das Turnier 2012 ausfällt, ein EM- Makel wird auf der UEFA und ihrem Präsidenten Michel Platini vorerst haften bleiben. Auch eine Gastgeber-Verlegung um vier Jahre wäre kein Königsweg - zumal für dieses Turnier ausgerechnet Platinis Heimatland Ansprüche angemeldet hat. "Frankreich hat sich für 2016 schon in Stellung gebracht. Da gibt es ein großes Interesse", bestätigte Mayer-Vorfelder. Der sich sonst für 2012 so optimistisch gebende Pole Listkiewicz hatte mit seinen Äußerungen überrascht: "Wenn die EM erst 2016 stattfinden würde, hätten wir überhaupt kein Problem", sagte er zu "ZEIT ONLINE". "Wenn es jetzt nicht gut läuft, und die Uefa einen anderen Vorschlag hat, dann wäre es in Ordnung."

Ein neuer UEFA-Vorschlag wird mit Spannung erwartet. 17 Monate nach der überraschenden EM-Vergabe an Polen und die Ukraine ist zumindest offenkundig, dass die Entscheidung von Cardiff wenn nicht unbedacht, dann doch etwas vorschnell war und zum jetzigen Diplomatie-Dilemma führte. Marode Stadien, mangelhafte Verkehrsnetze und zu geringe Hotelkapazitäten waren auch schon im Vorjahr prognostizierbar, was kein gutes Licht auf das UEFA-Gremium wirft, das seinen eigenen Entschluss nun neu bewerten muss.

Mayer-Vorfelder gesteht längst ein, dass die Vergabe im April 2007 unter keinem guten Stern stand. "Es war eine einmalige Situation. Es gab den Wunsch, Osteuropa einzubinden und nur einen Konkurrenten in Italien, der selbst genug Problem hatte. Den konnte man nicht auch noch belohnen", sagte der UEFA-Vizepräsident.

Italien hat die 4:8-Abstimmungsniederlage gegen den Außenseiter nur schwer verwunden, gilt aber nicht als ernsthafter Ersatzkandidat. Spanien werden im Falle einer bislang nicht dagewesenen Aberkennung weiter die größten Chancen als Ersatz-Ausrichter nachgesagt. Die "deutsch-polnische Lösung" mit Spielen in Berlin und Leipzig ist vorerst wohl kaum mehr als ein Medien-Gerücht. Zu deutlich haben die DFB-Protagonisten Mayer-Vorfelder und Generalsekretär Wolfgang Niersbach abgewiegelt. Manches spricht dafür, dass Platini und seine Kollegen Polen und der Ukraine so lange wie irgendmöglich Aufschub gewähren. 2011 - ein Jahr vor der EM - sind Uefa- Präsidentschaftswahlen und Platini braucht auch Stimmen aus Osteuropa.

ruf/sid/dpa

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,580521,00.html
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Re: EM 2012 in Polen/Ukraine
« Antwort #13 am: 30. September 2008, 20:23:38 »
Zitat
ABSETZUNG DER VERBANDSFÜHRUNG
Fifa und Uefa drohen Polen mit Konsequenzen


Chaos bei EM-Gastgeber Polen: Die Absetzung der Führung des Fußball-Verbandes durch die nationale Regierung wird von Fifa und Uefa nicht akzeptiert. Trotz der Ankündigung möglicher Strafen bekräftigte Polens Sportminister seine Vorwürfe und verteidigte die Maßnahme.

Hamburg - Einen Tag nach der Absetzung der Führung des polnischen Fußball-Verbandes PZPN durch ein von der Regierung angerufenes Schiedsgericht haben der Weltverband Fifa und die Europäische Fußball-Union (Uefa) Konsequenzen angekündigt. Die Suspendierung des Vorstandes werde nicht anerkannt und entsprechende Maßnahmen "bezüglich des PZPN und der Zukunft des polnischen Fußballs" diskutiert, teilten die Verbände in einer gemeinsamen Erklärung mit. Wenige Tage nachdem die Uefa Polen bei den Planungen zur EM 2012 noch eine Gnadenfrist gewährt hatte, drohen dem Land nun drastische Strafen.

Fifa-Präsident Blatter: "Wir akzeptieren den Eingriff nicht"

"Wir akzeptieren den Eingriff in die Verbandshoheit nicht. Für uns ist die gewählte Führung um Präsident Michal Listkiewicz weiterhin der Ansprechpartner", sagte Fifa-Präsident Joseph Blatter und forderte, dass der "Nationalverband wieder eingesetzt" wird. PZPN-Sprecher Zbigniew Kozminski sagte: "Wir befinden uns in einem Schockzustand. Das ist Sabotage und eine Tragödie."

Polens Sportminister Miroslaw Drzewiecki hatte am Montag ein Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Komitees angerufen, das die PZPN-Führung um Listkiewicz nach zahlreichen Skandalen suspendiert und durch den unabhängigen Verwalter Robert Zawlocki ersetzt hatte. Fifa und Uefa kündigten an, mit Zawlocki nicht zu kommunizieren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) über die Vorgänge in Polen zu informieren.

In Polen waren mehrere Erstligisten allein in der vergangenen Saison wegen Manipulation zum Zwangsabstieg verurteilt worden. Letztlich musste sogar der Ligastart kurzfristig verschoben werden. "Der Verband wollte uns austricksen, indem er die EM 2012 als Schutzschild benutzte", verteidigte Drzewiecki die Maßnahme. Und Zawlocki erklärte: "Es herrscht regelrechtes Chaos im Herzen des Verbandes. Es wurden permanent Gesetze übertreten."

Drzewiecki sagte am Dienstag, er sei überzeugt, dass die beiden Fußball-Verbände nach Analyse der Dokumente seine Bewertung teilen würden. Es gehe um das Wohl des polnischen Fußballs. Er könne sich deshalb nicht vorstellen, dass die Uefa und Fifa den Rechtsbruch in einem ihrer nationalen Verbände hinnehmen könnten. "Der Fußball sollte sauber sein", so Drzewiecki.

Fifa und Uefa lehnen grundsätzlich jede Einmischung von staatlichen Institutionen in Angelegenheiten der nationalen Verbände ab und haben in den vergangenen Jahren mehrfach Mitglieder deswegen suspendiert. Listkiwicz nannte den Fall eine "Blamage" für Polen. Bisher seien solche Fälle "nur aus Togo oder Malaysia" bekannt gewesen.

Erst im vergangenen Jahr war Polen einem Ausschluss vom Weltverband knapp entgangen. Damals hatte die Regierung die Geschäftsführung des nationalen Fußball-Verbandes ebenfalls entlassen, dann aber fristgerecht wieder eingesetzt.

fsc/sid/dpa

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kingjeremy

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